Bachelor Wirtschaftsinformatik (Version 2016)

Info

Die Studienprogrammleitung 5 (Informatik) bietet allgemein drei Bachelorcurricula an: Bachelor InformatikBachelor Wirtschaftsinformatik (Informationen auf dieser Seite) und Bachelor UF Digitale Grundbildung und Informatik.

  • Der Bachelor Informatik ist ein reines Informatikstudium.
  • Der Bachelor Wirtschaftsinformatik ist ebenfalls ein Informatikstudium, hat allerdings einen etwas kleineren Wahlbereich als der Bachelor Informatik und enthält stattdessen einige Wirtschaftsfächer (z. B. ABWL, Unternehmensrecht) sowie wirtschaftsinformatische Lehrveranstaltungen wie Enterprise Information Systems.
  • Der Bachelor UF Digitale Grundbildung und Informatik ist ein Lehramtsstudium. Er ist für alle Studierenden, die gerne Informatik- und Digitale-Grundbildung-Lehrer (v.a. an AHS oder Mittelschulen) werden möchten.

Im Folgenden geht es ausschließlich um den Bachelor Wirtschaftsinformatik in der aktuell gerade gültigen Form.

Bachelor Informatik
(Universität Wien)
Abschluss Bachelor of Science (BSc)
Re­gel­stu­di­en­dau­er 6 Semester (3 Jahre)
Umfang 180 ECTS-Punkte
Sprache Deutsch und Englisch
Aktuelle Version 1. Oktober 2016;
geändert am 1.10.2022;
letzte Änderung mit 1.10.2025
Stu­di­en­kenn­zahl UA 033 526
Curriculum Konsolidierte Fassung (PDF)
Se­mes­ter­plan siehe hier

Auf dieser Seite wird der Aufbau des Curriculums Bachelor Wirtschaftsinformatik (Version 2016) in einfachen Worten beschrieben. Bitte beachtet, dass hier nicht auf alle Einzelheiten eingegangen wird!

 

Aufbau des Curriculums

Das Curriculum ist in sieben große Bereiche (Modulgruppen) aufgeteilt: 

Bitte beachtet, dass es gruppeninterne sowie gruppenübergreifende Voraussetzungen gibt! Es ist daher sehr empfehlenswert, sich an den Semesterplan zu halten!

 

STEOP-Phase – Studieneingangs- und Orientierungsphase (18 ECTS)

Die Studieneingangs- und Orientierungsphase soll einen grundlegenden Überblick über wichtige Inhalte im Studium bieten. De facto ist sie dafür da, dass Studierende herausfinden, ob das gewählte Studium das richtige für sie ist. Daher ist die vollständige Absolvierung der STEOP Voraussetzung für beinahe sämtliche anderen Lehrveranstaltungen.

Die STEOP besteht seit 1. Oktober 2025 aus 3 Modulen mit insgesamt 5 Lehrveranstaltungen, nämlich:

  • Modul Technische Grundlagen der Informatik
    In diesem Modul geht es um Grundlagen der Informatik, also beispielsweise darum, wie ein Computer rechnet. Es werden verschiedene Rechnermodelle vorgestellt, in das Rechnen mit Binärzahlen eingeführt, eine kurze Geschichte der Informatik vorgetragen sowie Aussagenlogik und digitale Schaltungen durchgenommen.

    Das Modul besteht aktuell aus zwei Lehrveranstaltungen:
    • Vorlesung Technische Grundlagen der Informatik mit 4 ECTS – Frontalvortrag des Stoffs
    • Übung Technische Grundlagen der Informatik mit 2 ECTS
      Im Rahmen der Übung sind u.a. Übungsaufgaben selbstständig zu lösen und vor Ort vorzutragen.
       
  • Modul Mathematische Grundlagen der Informatik
    In diesem Modul lernen Studierende elementare mathematische Grundlagen, die in der Informatik wichtig sind, wie Konzepte aus Mengenlehre, Arithmetik und Algebra, lineare Algebra, analytische Geometrie und Graphentheorie. Beispielsweise werden Gauß-Elimination erklärt, die Definitionen von Strukturen wie Gruppen, Vektorräumen u.d.g.l. gelehrt und vollständige Induktion durchgenommen. Seit Winter 2025 ist auch Kombinatorik ein Bestandteil der Lehrveranstaltung.

    Das Modul besteht aktuell ebenfalls aus zwei Lehrveranstaltungen:
    • Vorlesung Mathematische Grundlagen der Informatik mit 4 ECTS – Frontalvortrag des Stoffs
    • Übung Mathematische Grundlagen der Informatik mit 2 ECTS
      Im Rahmen der Übung sind u.a. Übungsaufgaben selbstständig zu lösen und vor Ort vorzutragen. Im Wintersemester 2025 gab es außerdem auch zwei Tests. Der genaue Aufbau und die Leistungsfeststellung kann sich allerdings von Semester zu Semester ggf. ändern.
       
  • Modul Programmierung 1
    Das Modul besteht aus nur einer Lehrveranstaltung, der VU (Vorlesung mit integrierter Übung) Programmierung 1. Es wird eine Einführung ins Programmieren geboten, wobei die Programmiersprache C++ gelehrt wird. Es wird mit ganz grundlegenden, einfachen Beispielen und Konzepten angefangen, aber relativ schnell komplizierter. Die Themen umfassen u.a. einfache prozedurale Progammierung, Funktionen, Schleifen/Bedingungen, Rekursionen, Klassen und Strukturen etc.

    Der Stoff wird jede Woche in einer Vorlesungseinheit erklärt und anschließend in einer Übungseinheit (vor Ort in einem PC-Labor) praktisch angewendet. Anwesenheitspflicht gibt es zwar keine (die Vorlesungseinheit wird auch gestreamt und aufgezeichnet), allerdings wird sie sehr dringend empfohlen!

    Es müssen verpflichtend Hausübungsbeispiele gelöst und abgegeben werden. Außerdem gibt es am Ende des Semesters einen theoretischen Test (C++-Programme lesen und den Output exakt aufschreiben) und eine Abschlussklausur, wo selbstständig ein C++-Programm geschrieben werden muss. Für Test und Abschlussklausur gibt es pro Semester aktuell je 3 Termine, von denen das beste Ergebnis für die Note zählt. (Achtung: Diese Regelung gibt es (fast) nur in dieser Lehrveranstaltung – sie ist nicht allgemein gültig und als Entgegenkommen an Studierende zu verstehen.)

Wie bereits erwähnt, ist der positive Abschluss aller 3 dieser eben genannten Module Voraussetzung, um Lehrveranstaltungen des 2. (bzw. eines höheren) Semesters machen zu können! Ohne positiven Abschluss können lediglich folgende Module zusätzlich gemacht werden, deren Abschluss (mit Ausnahme von Informatik und Recht) ebenfalls im 1. Semester empfohlen wird:

  • Modul Theoretische Informatik (bestehend aus 4 ECTS Vorlesung und 2 ECTS praktischer Übung)
  • Vorlesung Grundzüge der ABWL (5 ECTS)
    Achtung: Grundzüge der ABWL hat im Vorlesungsverzeichnis die Markierung „STEOP“, weil es für den Bachelor Betriebswirtschaft Teil der STEOP ist. In Wirtschaftsinformatik wird diese LV zwar im 1. Semester empfohlen, ist hier aber nicht Teil der STEOP!
  • Vorlesung Grundlagen der Wirtschaftsinformatik (3 ECTS)
  • Vorlesung VO Informatik und Recht (im 2. Semester vorgesehen, kann aber auch bereits im 1. Semester absolviert werden)

Durch eine Satzungsänderung im September 2025 ist es nun auch möglich, schon ohne abgeschlossene STEOP Lehrveranstaltungen aus dem VVZ-Kapitel „Studienstart Plus“ zu machen. Diese Lehrveranstaltungen sollen ergänzende Angebote sein, die euch den Einstieg ins Studium erleichtern. Ihr könnt die erreichten ECTS später im Wahlbereich (statt Modul WW) verwenden. Das Lehrangebot findet ihr hier.

Wichtig

Wenn ihr im 1. Semester seid, legt euren Fokus unbedingt auf den Abschluss der STEOP! Ohne STEOP könnt ihr praktisch nicht weiterstudieren, sondern müsst zuerst die fehlende LV der STEOP nachholen. D.h. es kann aktuell passieren, dass ihr z.B. fast alle LVen des Semesterplans gemacht habt, aber ihr seid z.B. in der Übung Mathematische Grundlagen der Informatik 1 durchgefallen. Dann müsst ihr im 2. Semester diese Übung machen und könnt nicht mit LVen des 2. Semesters fortfahren! Alle Lehrveranstaltungen und Module (mit Ausnahme der gerade genannten) haben die STEOP als unbedingte Voraussetzung!

 

Kerninformatik (Core Informatik, 81 ECTS)

In diesem Bereich fallen fast alle Grundlagen-Lehrveranstaltungen aus dem Bereich Informatik, d.h. jene Lehrveranstaltungen bzw. Informatikinhalte, die alle Informatikstudierenden am Ende ihres Bachelorstudiums unbedingt können müssen. Beispielsweise vertiefende Module der Programmierung (z. B. Programmierung 2), Algorithmen und Datenstrukturen, Software Engineering, Datenbanksysteme und vieles mehr.

Wir gehen hier nicht im Detail auf die einzelnen Lehrveranstaltungen ein. Bitte werft einen Blick ins Curriculum, ins Vorlesungsverzeichnis oder (insbesondere für Erfahrungsberichte aus den einzelnen Lehrveranstaltungen) ins Vorlesungswiki.

 

Mathematik (24 ECTS)

Dieser Bereich umfasst jene mathematischen Grundlagen, die für das Verständnis informatischer Konzepte erforderlich sind. Behandelt werden unter anderem weiterführende mathematische Grundlagen linearer Algebra, diskrete Mathematik und Statistik, jeweils mit starkem Bezug zur Informatik.

Die Mathematikmodule unterstützen insbesondere das Verständnis von Algorithmen, Modellierung, Analyse und theoretischen Informatikthemen. Wir gehen hier nicht im Detail auf die einzelnen Lehrveranstaltungen ein. Bitte werft einen Blick ins Curriculum, ins Vorlesungsverzeichnis oder (insbesondere für Erfahrungsberichte aus den einzelnen Lehrveranstaltungen) ins Vorlesungswiki.

 

Wirtschaftsinformatik (44 ECTS)

In diesem Bereich sind einerseits Wirtschafts-Lehrveranstaltungen wie Grundzüge der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre (ABWL) zu finden, andererseits aber auch quasi Kern-Informatik-Lehrveranstaltungen wie Modellierung und Distributed Systems Engineering (eine Software-Engineering-Lehrveranstaltung, die auf die Entwicklung von Microservices spezialisiert ist). Es ist also ein bisschen ein Mischmasch aus Wirtschafts- und Informatik-LVen. Man lernt rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen, über gesellschaftliche Aspekte der Informatik, Modellierung (ER, UML, BPMN u.v.m.), (Distributed) Software Engineering, den Umgang mit (No)SQL-Datenbanken und vieles mehr.

Wir gehen hier nicht im Detail auf die einzelnen Lehrveranstaltungen ein. Bitte werft einen Blick ins Curriculum, ins Vorlesungsverzeichnis oder (insbesondere für Erfahrungsberichte aus den einzelnen Lehrveranstaltungen) ins Vorlesungswiki.

 

Wirtschaftswissenschaften (19 ECTS)

In diesem Bereich sind reine Wirtschafts-Lehrveranstaltungen wie LVen zu Produktion und Logistik, Finanzwirtschaft, Unternehmensrecht und Volkswirtschaftslehre zu finden. Sie werden sämtlich von der SPL 4 (Wirtschaftswissenschaften) angeboten, man hat sie also mit Studierenden aus dem Bachelor Betriebswirtschaft, Internationale Betriebswirtschaft oder Volkswirtschaftslehre gemeinsam.

Wir gehen hier nicht im Detail auf die einzelnen Lehrveranstaltungen ein. Bitte werft einen Blick ins Curriculum, ins Vorlesungsverzeichnis oder (insbesondere für Erfahrungsberichte aus den einzelnen Lehrveranstaltungen) ins Vorlesungswiki.

 

Wahlbereich (15 ECTS)

Der größte Unterschied zwischen dem Bachelor Informatik und dem Bachelor Wirtschaftsinformatik besteht darin, dass der Wahlbereich bei Letzterem um vieles kleiner ist, um Platz für die Wirtschafts(informatik)fächer zu schaffen. Er ist nur 15 ECTS groß. In diesem Wahlbereich habt ihr folgende Möglichkeiten:

  • Es können Lehrveranstaltungen aus dem Modul Wirtschaftsinformatik Wahlfach (WW) absolviert werden.
    In diesem Modul sind Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Informatik und Wirtschftswissenschaften gelistet. Bei den Informatik-Lehrveranstaltungen könnt ihr einerseits jene Lehrveranstaltungen aus dem Informatik-Bachelor, die bei Wirtschaftsinformatik fehlen, machen, andererseits aber auch beispielsweise die Gatekeeper-Lehrveranstaltungen der Cluster. (Im Prinzip könnt ihr, wenn ihr wollt, auch vertiefende Lehrveranstaltungen aus dem Informatik-Bachelor machen (also vertiefende Cluster-Lehrveranstaltungen), allerdings müsst ihr in diesem Fall zuerst die Gatekeeper-Lehrveranstaltungen machen.)
    Wenn ihr eine LV aus Informatik oder den Wirtschaftswissenschaften machen wollt, die nicht bereits im Vorlesungsverzeichnis gelistet ist, fragt am besten (per E-Mail) beim SPL nach, ob ihr sie machen dürft und sie dann in diesem Modul verwenden könnt.
     
  • Es kann ein Erweiterungscurriculum (kurz: EC) im Ausmaß von (mindestens) 15 ECTS absolviert werden.
    ECs sind vorgegebene Lehrveranstaltungskombinationen im Ausmaß von 15, 16, 17, 18 oder 30 ECTS. Bei der Wahl des Erweiterungscurriculums habt ihr kaum Einschränkungen, ihr könnt also das aussuchen, worauf ihr Lust habt. Die einzige Einschränkung ist, dass das EC „fachfremd“ sein muss. Das bedeutet, es ist insbesondere nicht zulässig, die ECs Computational Thinking oder Künstliche Intelligenz verstehen zu wählen, alle anderen können aber gewählt werden. Hat euer gewähltes Erweiterungscurriculum einen Umfang von mehr als 15 ECTS, so „verliert“ ihr die überzähligen ECTS-Credits, die meisten EC haben aber ohnehin einen Umfang von 15 ECTS. Eine Liste der Erweiterungscurricula findet ihr hier.
    Erweiterungscurricula sind ideal, wenn ihr zwar Informatik studieren wollt, aber gleichzeitig auch an einem anderen Wissensgebiet interessiert seid oder einmal über den Tellerrand der Informatik hinausblicken wollt. So könnt ihr beispielsweise Informatik studieren, aber wenn ihr wollt auch einzelne Lehrveranstaltung zum Thema Neugriechische Sprache und Kultur o.ä. besuchen.
     
  • Es können Lehrveranstaltungen als Alternative Erweiterung (AE) gewählt werden.
    Als Alternative Erweiterungen zählen faktisch fast alle Lehrveranstaltungen postsekundärer Bildungseinrichtungen – das heißt, euch steht beinahe das komplette Lehrangebot der Universität offen. Diese Lehrveranstaltungen müssen keinen Informatikbezug haben!

    Ein paar Einschränkungen gibt es jedoch zu beachten:
    • Es können keine Leistungen angerechnet werden, die für die Zulassung zum Studium verwendet wurden (z.B. die Deutschprüfung C1 nicht; ein Sprachkurs wie Griechisch am Sprachenzentrum hingegen wäre möglich).
    • Die Teilnahmevoraussetzungen für Lehrveranstaltungen/Prüfungen aus dem Curriculum gelten auch dann, wenn die Lehrveranstaltungen in den Alternativen Erweiterungen absolviert werden; man kann also keine Voraussetzungen umgehen.
    Wie ihr vorgehen müsst, wenn ihr Lehrveranstaltungen als Alternative Erweiterungen verwenden wollt, erfahrt ihr hier.

 

Bachelorarbeit (12 ECTS)

Es ein Bachelorseminar mit einer gemeinsamen (verpflichtenden!) Vorbesprechung. Idealerweise informiert ihr euch aber bereits vor Beginn des Semesters, in dem ihr eure Bachelorarbeit schreiben wollt, bei wem und in welchem Bereich ihr sie schreiben wollt. Spätestens bis zum Ende der Abmeldefrist muss man nämlich einen Betreuer gefunden haben!

Wie die Bachelorarbeit abläuft, ist sehr vom gewählten Betreuer abhängig. Letztlich gibt es meistens verschiedene Meilensteine, wozu man oft seinen Fortschritt abgeben oder präsentieren muss. Letztlich muss man das aber mit dem jeweiligen Betreuer vereinbaren!

Einige Forschungsgruppen oder potentielle Betreuer veröffentlichen Themenvorschläge oder vergangene Themen auf ihrer Webseite. Diese können ein guter Anhaltspunkt sein. Eigene Vorschläge und Ideen sind aber auch immer Willkommen!

Themenvorschläge:

Von den restlichen Gruppen (u.a. Communication Technologies, Medizininformatik und Neuroinformatik) oder Personen sind uns keine öffentlich zugänglichen Webseiten bekannt. Schaut bitte ggf. auf die Folien der Vorbesprechung oder kontaktiert potentielle Betreuer (möglichst früh) direkt per E-Mail mit Ideen!

Normalerweise sollte man den jeweils fachlich passenden Gatekeeper gemacht haben, um dann in diesem Bereich die Bachelorarbeit machen zu können. Wirtschaftsinformatik-Studierende machen daher ihre Bachelorarbeit in der Regel eher in „fachlich verwandten Forschungsgruppen“ (z. B. Software Architectures, Cooperative Systems, Workflow Systems and Technologies etc.) und eher nicht z.B. bei Theory and Applications of Algorithms – prinzipiell verboten wäre das aber unseres Wissens nach nicht. Wenn ihr also einen Betreuer in der jeweiligen Gruppe findet, der euch betreuen will (und ihr die formalen Voraussetzungen laut Curriculum erfüllt), sollte das passen.

In der Regel besteht eine Bachelorarbeit aus einer (Software-)Implementierung und einer schriftlichen Arbeit. Umfang sowohl der Software-Implementierung als auch der schriftlichen Arbeit können aber je nach Betreuer und Thema sehr stark variieren. (Auch komplett theoretische Themen ohne praktischer Implementierung sind abhängig vom Betreuer ggf. möglich.) Das LaTeX-Template für die Bachelorarbeit findet ihr hier (und hier direkt auf Overleaf).

 

Unterschiede

... zum Bachelor Informatik an der Uni Wien

Wie bereits oben geschrieben, ist der Bachelor Wirtschaftsinformatik ein Informatikstudium mit einigen Wirtschafts- und Wirtschaftsinformatik-Lehrveranstaltungen dazu. Der Kernbereich dieser beiden Studien ist fast gleich, im Bereich der Kerninformatik fehlen bei Wirtschaftsinformatik lediglich die folgenden Lehrveranstaltungen:

  • VU Programmiersprachen und Konzepte (6 ECTS)
  • VO und UE Betriebssysteme (insges. 6 ECTS)

Im Mathematik-Bereich sind im Wirtschaftsinformatik-Studium lediglich die Lehrveranstaltungen VO/UE Einführung in Numerical Computing (insges. 6 ECTS) weniger. Ansonsten ist im Kernbereich der Semesterplan und die Modulzuordnung zum Teil etwas unterschiedlich, man macht aber dennoch dieselben Lehrveranstaltungen. Umgekehrt sind einzelne Lehrveranstaltungen, die im Bachelor Informatik im Wahlbereich sind, bei Wirtschaftsinformatik im Pflichtbereich (z. B. Distributed Systems Engineering).

Größter Unterschied ist, dass der Wahlbereich im Wirtschaftsinformatik-Studium um einiges kleiner ist: Er ist nur 15 ECTS (ca. ein halbes Semester) groß, während er im Bachelor Informatik 45 ECTS (ca. 1.5 Semester) beträgt. Die im Kernbereich und im Wahlbereich „eingesparten“ ECTS-Credits werden stattdessen für Wirtschaftsinformatik- sowie Wirtschafts-Lehrveranstaltungen verwendet, wie beispielsweise (unvollständige Liste):

  • Grundzüge in die ABWL (= Allgemeine Betriebswirtschaftslehre)
  • Grundzüge der VWL (= Volkswirtschaftslehre)
  • Unternehmensinformationssysteme
  • Lehrveranstaltung zu Produktion und Logistik
  • Lehrveranstaltungen zu Finanzwirtschaft
  • u.v.m.

Man könnte also salopp sagen, dass Wirtschaftsinformatik eine (relativ vorgegebene) Spezialisierung in Richtung Wirtschaft innerhalb des Informatik-Studiums ist.

 

... zum Bachelor Wirtschaftsinformatik an anderen Wiener Unis

Ein Bachelorstudium Wirtschaftsinformatik wird in Wien an der Universität Wien (also bei uns), der Technischen Universität Wien sowie an der Wirtschaftsuniversität Wien angeboten. Es ist schwer für uns, diese Studien wirklich zu vergleichen, daher sei hier große Vorsicht geboten! Aus unserer Sicht würden wir die Unterschiede jedoch wie folgt beschreiben:

  • Universität Wien versus Wirtschaftsuniversität Wien
    Der Bachelor Wirtschaftsinformatik an der Universität Wien ist ein Informatikstudium mit einigen/einzelnen Wirtschaftsfächern. Im Gegensatz dazu ist der Bachelor Wirtschaftsinformatik an der WU Wien im Grunde ein Wirtschaftsstudium mit einigen/einzelnen Informatikfächern. Der Schwerpunkt ist also unterschiedlich: Bei uns liegt er auf der Informatik, an der WU auf Wirtschaft.
     
  • Universität Wien versus Technische Universität Wien
    Hier sind die Unterschiede deutlich schwerer festzumachen, da wir selbst natürlich nicht beides studiert haben und die Unterschiede deutlich kleiner sind. Wir empfehlen euch, hier einen Blick in die beiden Vorlesungsverzeichnisse zu werfen und direkt zu vergleichen. An der Universität Wien werden die reinen Wirtschaftslehrveranstaltungen jedenfalls direkt von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften angeboten. Das heißt, dass das teilweise dieselben Lehrveranstaltungen sind, die auch Studierende der Betriebswirtschaften haben.

 

Zulassung – Voraussetzungen und Ablauf

Um den Bachelor Wirtschaftsinformatik an der Universität Wien beginnen zu können, müsst ihr ein Zulassungsverfahren absolvieren. Dieses besteht aus

  • einer formalen Zulassung (z. B. mit Matura oder gleichwertigem Abschluss) und
  • einem Aufnahmeverfahren.

Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens müsst ihr an einem Reihungstest teilnehmen. Insgesamt gibt es 415 Plätze für Informatik und Wirtschaftsinformatik gemeinsam, d. h. die besten 415 Leute, die am Test teilgenommen haben, bekommen einen Studienplatz. Der Test ist nicht stark fachspezifisch. Es wird kein spezielles Informatik-Vorwissen vorausgesetzt. Stattdessen werden vor allem geprüft:

  • grundlegendes logisches und analytisches Denken
  • Textverständnis Deutsch und Englisch
  • einfache mathematische Kompetenzen
  • allgemeine kognitive Fähigkeiten

Das bedeutet: Auch wenn ihr noch nie programmiert habt, könnt ihr den Test bestehen. Umgekehrt garantiert ein starkes Informatik-Vorwissen allein noch kein positives Ergebnis.

Wichtig
  • Der Test findet nur 1x pro Jahr im Sommer statt. D.h. auch wenn ihr erst im nächsten Sommersemester zu studieren anfangen wollt, müsst ihr trotzdem schon im Sommer den Test machen! Dieser gilt dann für das kommende Jahr (also das kommende Winter- und Sommersemester), danach „verfällt“ er.
     
  • Achtet unbedingt darauf, keine Fristen zu versäumen!
     
  • Wenn ihr alle Fristen beachtet, zum Test erscheint und euch die Literatur ein wenig durchgelesen habt, braucht ihr euch aber normalerweise überhaupt keine Sorgen zu machen.
    Um es etwas klarer auszudrücken: Nach unserer Erfahrung bekommen alle Leute, die beim Test erscheinen und sowohl Englisch als auch Deutsch sinnerfassend lesen können, einen Studienplatz.

Alle Infos zum Zulassungsverfahren incl. Zulassungsfristen findet ihr hier.

 

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